Susanne Müller-Kölmels künstlerische Praxis untersucht die Wechselwirkungen zwischen Erinnerung, gesellschaftlichen Prozessen und gegenwärtiger Erfahrung. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist die Frage, wie Vergangenheit in individuellen und kollektiven Zusammenhängen fortwirkt und welche Spuren sie in Wahrnehmung, Denken und gesellschaftlichen Strukturen hinterlässt.
Ihre Werke setzen sich mit psychologischen, sozialen und politischen Dimensionen von Erinnerung auseinander. Dabei geht es nicht um Erinnerung als rückblickende Rekonstruktion, sondern um ihre Wirksamkeit in der Gegenwart – als prägende Kraft, die Haltungen, Identitäten und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflusst. Die Arbeiten fordern eine genaue Betrachtung und eröffnen Räume für Reflexion über Kontinuitäten, Brüche und die Bedingungen unseres Zusammenlebens.
Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Materialien, Techniken und Prozessen. Durch die Verbindung unterschiedlicher Medien entstehen Arbeiten, die komplexe Zusammenhänge sichtbar machen und individuelle Erfahrungen in größere gesellschaftliche Kontexte einordnen.
Susanne Müller-Kölmel arbeitet medienübergreifend mit Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Video und Installation.








