TELPOST 2021 – artist in residence

12 Tage im August 2021 arbeitete ich in der ehemaligen Zählstation ‚Telpost‘ in Millingen/ Niederlande mit Blick auf den Rhein. Die Zeit verdichtet sich hier, dabei wird sie jedoch nicht schneller. Die Wahrheit ist, dass die Zeit nicht langsamer vergeht, sondern ich selbst verändere mich …

‚Ankommen‘

„[…]wir sollen heiter  Raum um Raum durchschreiten […] der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf‘ um Stufe heben[…] nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise […]“ Herman Hesse

Ich gehe in Klausur, kehre ein, begebe mich an diesen Ort am Fluss in Abgeschiedenheit. ‚Retreat-Einkehr-Begegnung-Berührung-Bewegung -Transformation.‘

Die Zeit steht still und bewegt sich gleichzeitig schneller. Es ist ein ‚kommen und gehen‘ auf dem nie gleichen Wasser.

‚Spirit‘

SPUREN – GEVOEL…etwas kann Spuren hinterlassen – es ist ein kommen und gehen – nicht nur von Schiffen … Zahlreiche graphische Arbeiten entstehen – Drucke, Papierchromatographien, Fotografien, aber auch Malerei und eine kleine Gipsplastik.

Kunst in Millingen, artist in residence: Susanne Müller-Kölmel 

Die in Solingen und Düsseldorf arbeitende Künstlerin hat für einen 10-tägigen Aufenthalt in der ehemaligen Zählstation Telpost am Rhein ihr Atelier verlassen und zum Thema „Wasserstände“ gearbeitet. Vor 25 Jahren wurden damals mehr als 250.000 Menschen wegen des Hochwassers evakuiert und in Sicherheit gebracht. Die Tatsache, dass wir jetzt eine weitere beunruhigende Situation erleben, spielt zweifellos eine Rolle bei den entstandenen Arbeiten. 

Wegen der Corona-Krise arbeiten die Künstler in diesem Jahr in der Isolation, das bedeutet zurückgeworfen sein auf sich selbst an diesem besonderen Ort.

„Der Wind hat sich gedreht, es sind stürmische Zeiten“   sagt Susanne Müller-Kölmel, die „mit Vorfreude im Gepäck“ am 15.Juli 2020 im Telpost angekommen ist.

kommen und gehen – Impression

Der intensive neuntägige Arbeitsaufenthalt und kulturelle Austausch auf dem Rolandshof in Kellinghausen bei Bremen wirkt nach. Die fünfköpfige Künstlergruppe 3Komma8 (Detlef Funder, Kerstin Müller-Schiel, Siegbert Altmiks, Melanie Tilkov und Susanne Müller-Kölmel) hatte sich zu einem Arbeitstreffen verabredet. 

clausura 2019-reset 02

Der intensive neuntägige Arbeitsaufenthalt und kulturelle Austausch (China-Deutschland) im ARToll Kunstlabor ist beendet, die Eindrücke und Impulse wirken nach. Die Künstlergruppe 3Komma8 (Detlef Funder, Kerstin Müller-Schiel, Siegbert Altmiks, Susanne Müller-Kölmel) hatte zu einem „work in progress“ zwei chinesische Künstler eingeladen. Jiatong Fan konnte teilnehmen, ihr Kollege musste leider kurzfristig absagen. Mehr dazu auf fb und instagram.